Peter Wiederkehr zum 80. Geburtstag

Bei sehr guter geistiger und körperlicher Gesundheit konnte Peter Wiederkehr am 22. August 2018 seinen 80. Geburtstag feiern. Ein schöner Grund, den ehemaligen Regierungsrat des Kantons Zürich (von 1975 bis 1993) und seine Frau Evi in ihrem Haus in Dietikon zu besuchen. Peter und Evi sind seit 1986 Mitglied in der Regionalgruppe Zürich und gern gesehene und regelmässige Teilnehmer an unseren Anlässen.

Ein Blick zurück

Man kann nicht über Peter Wiederkehr schreiben, ohne Dietikon zu erwähnen. Zwar steht diese Stadt im Limmattal mit heute 27‘000 EinwohnerInnen etwas im Schatten von Baden und Zürich, aber als traditionell katholische Hochburg hielt sie immer eine gesunde und selbstbewusste Distanz zur Kantonshauptstadt. Kein Wunder deshalb, dass auch der junge Peter nicht auf ein kantonales oder städtisches Gymnasium geschickt wurde, sondern seine Matura, wie viele katholische Dietiker vor und nach ihm, in Disentis machte. Und ganz selbstverständlich wurde er Mitglied des Studentenvereins (der «Kyburger») und des «Club Felix», einem katholischen Akademikerverein, wo er an einem ihrer legendären Anlässe auch seine Frau, die gebürtige Schwyzerin Evi Koller, kennenlernte.

Nach Abschluss des Studiums (Dr. iur. der Universität Fribourg), übernahm Peter Wiederkehr als Geschäftsführer einer Immobilienfirma schon früh Verantwortung und stellte sich auch für politische Aufgaben zur Verfügung. Wenn wir seinen Worten glauben wollen, ergab sich gewissermassen das eine aus dem anderen, so dass er bereits mit 37 Jahren Regierungsrat des Kantons Zürich wurde, dem er während 18 Jahren als Direktor des Gesundheitswesen und der Fürsorge diente. Nach seinem Rücktritt als Regierungsrat amtete er von 1993 bis 2002 als Direktionspräsident der Nordostschweizerische Kraftwerke AG (NOK), der heutigen Axpo. Er blickt gerne auf diese Zeiten und seine beeindruckende Karriere zurück («damals verdiente ein Exekutivamt diesen Namen noch»), aber allzu lange aufhalten mag er sich dabei nicht («mir geht es gut dank guter Gene»).

Engagierter und doch gelassener Blick in Gegenwart und Zukunft

Am meisten unterhalten wir uns über die Gegenwart und über die Reisen, welche Evi und Peter Wiederkehr, zu zweit oder in kleinen Gruppen, jedes Jahr für etwa zwei Monate ins nahe und weitere Ausland führen. Im Hinblick auf diese Reisen bereitet er über die Geschichte und die aktuelle Lage dieser Länder detaillierte Exposés vor, die er laufend aktualisiert. In die Tagespolitik mag er sich nicht mehr einmischen, aber beide verfolgen das Weltgeschehen mit wachem Interesse und nehmen daran regen Anteil. Ebenso verbringen sie viele sonnige Tage und Wochen in ihrer Ferienwohnung in Alvaneu oberhalb der Lenzerheide, wo sie sich immer über Besuch ihrer drei Töchter und des 12jährigen Enkels freuen. Ebenso geniessen sie die gemeinsame Fernsehabende, am liebsten bei spannenden Krimis, denn, so Evi Wiederkehr, «früher war er selten vor 11 Uhr nachts zu Hause».

Als ich, es war bereits dunkel, die beiden wieder verliess, begleitete mich auf der Heimfahrt die Gewissheit, dass Evi und Peter Wiederkehr eine gute Balance zwischen der Gelassenheit des Alters und des Alterns einerseits, des tätigen und wachen Engagements in der Gegenwart andererseits gefunden haben und so diese dritte Lebensphase aktiv und engagiert geniessen und gleichzeitig mitgestalten und bereichern.
Ad multos annos, lieber Peter, liebe Evi. Wir freuen uns auf viele weitere Begegnungen und Gespräche.

Dr. Roland Gröbli
Präsident VCU Regionalgruppe Zürich

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